Cisterna Basilica

Sehenswürdigkeiten in Istanbul

Basilika-Zisterne in Istanbul

Die Basilika-Zisterne, der coolste Ort Istanbuls

Die Basilika-Zisterne ist eine der eindrucksvollsten und mysteriösesten Sehenswürdigkeiten Istanbuls. An einem modernen Gebäude gegenüber der Hagia Sophia liegt der Eingang zu einer riesigen Zisterne, die auch wegen ihres türkischen Namens „Yerebatan Sarayı“ Versunkener Palast genannt wird. In byzantinischer Zeit hieß diese Anlage nach der darüber befindlichen Basilika, Cisterna Basilica.

Selbst James Bond ruderte schon durch die faszinierende Dunkelheit dieser unterirdischen Zisterne, er fand sie atemberaubend wie Millionen von Touristen auch. Einige Szenen zu dem James-Bond-Film „Liebesgrüße aus Moskau“ (Originaltitel: From Russia with Love) wurden hier gedreht. Der Film kam 1963 in die Kinos und wurde von Kritikern als einer der besten Bond-Filme bewertet. Hauptdarsteller war Sean Connery.

2013 schrieb der berühmte Autor Dan Brown einen seiner Bestseller-Romane, Inferno. Im Jahr 2015 wurde die Zisterne für ein paar Tage geschlossen, damit der Filmemacher Ron Howard einige Szenen des auf diesem Buch basierenden, spannenden Films mit Tom Hanks, in Istanbul drehen konnte.

Die Geschichte der Basilika-Zisterne

Basilika-Zisterne Istanbul Basilika-Zisterne

Istanbul war eine der am häufigsten belagerten Städte in der Weltgeschichte und auf eine Wasserversorgung innerhalb der Stadtmauern angewiesen. Denn in Konstantinopel, in der heutigen Altstadt von Istanbul, existierten nur wenige Wasserquellen. Eine Lösung darauf bestand, während der byzantinischen Periode im Bau zahlreicher Untergrundzisternen.

Aus weit entfernten Quellen wurde das Wasser über Aquädukte (lat. aquaeductus „Wasserleitung“) zu diesen großen Wasserreserven geleitet. Man kann heute noch die Reste eines langen Aquädukts in der Altstadt finden; das Valens-Aquädukt.

Die Cisterna Basilica wurde im 6. Jh. durch Kaiser Justinian gebaut. Das Wasser, das aus dem 19 km entfernten Belgrader Wald im Hochland nördlich von Istanbul kam, versorgte den byzantinischen Großen Palast (Palatium Magnum) und das Stadtgebiet des ersten Hügels während der ganzen Periode des oströmischen Reiches. Sie diente auch nach der Eroberung noch zur Bewässerung der Serailgärten des osmanischen Palastes.

Tränen-Säule in der Basilika-Zisterne

Tränen-Säule in der Basilika-Zisterne Tränen-Säule in der Basilika-Zisterne

Die Wiederentdeckung der Basilika-Zisterne

Dennoch scheint bald darauf, die öffentliche Nutzung dieses Wasserreservoirs aufgegeben worden zu sein, denn im 16. Jh., als der französische Reisende Petrus Gyllius die Altertümer der Stadt erforschte, ließ er sich erzählen, dass etliche Bewohner in der Nachbarschaft ihr Wasser einfach dadurch bekamen, dass sie einen Eimer am Seil durch ein Loch im Fußboden ihrer Häuser herunterließen.

Nun fragte er weiter herum und fand schließlich ein Haus, durch dessen Keller er in die große Zisterne kam. Er war jedenfalls der erste Europäer, der den „Versunkenen Palast“ betrat; die größte und schönste der zahlreichen unterirdischen Zisternen Istanbuls.

Der Wasserspeicher ist 140 Meter lang und 70 Meter breit. Seine Längsachse läuft parallel zu der über ihm verlaufenden Straße. Seine Speicherkapazität beträgt 80 000 Kubikmeter. Die in 12 Reihen zu je 28 angeordneten 336 Säulen mit dorischen und korinthischen Kapitellen tragen das Ziegelgewölbe. Die Höhe der Säulen beträgt 8 Meter, die Zwischenräume betragen 4 Meter.

Medusenköpfe in der Zisterne

Medusa Köpfe in der Basilika-Zisterne Medusenköpfe in der Basilika-Zisterne

Neben der phänomenalen Atmosphäre sind die beiden antiken Medusenköpfe eine der Hauptattraktionen der Cisterna Basilica. Sie stehen heute angestrahlt in einer abgeschiedenen Ecke, am Ende der Zisterne auf der linken Seite.

1984 wurde eine ca. zwei Meter dicke Schlammschicht die sich im Laufe der vielen Jahrhunderte auf dem ursprünglichen Boden abgelagert hatte, geräumt. Bei den Sanierungsarbeiten wurden zwei antike Medusenköpfe entdeckt. Diese Köpfe bildeten seinerzeit, das Fundament der zwei niedrigeren Säulen.

Die mythologische Geschichte der Medusa

Medusa war in der griechischen Mythologie die berühmteste der drei monströsen Schwestern, die als Gorgonen bekannt sind. Sie war ursprünglich eine betörende Schönheit, die sich in der spätklassischen Zeit in eine Erzählfigur weiterentwickelte. Sie wurde jedoch von der zornigen Göttin Athene verflucht: Als Athene, die Göttin der Weisheit, in einem ihrer Tempel den Meeresgott Poseidon beim Liebesspiel mit Medusa überraschte, war sie darüber so wütend, dass sie die Medusa in ein Ungeheuer mit Schlangenhaaren und glühenden Augen verwandelte. Ihr Anblick ließ jeden zu Stein erstarren.

Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Basilika-Zisterne

In der Nähe der Cisterna Basilica gibt es weitere unverzichtbare Sehenswürdigkeiten, die man unbedingt gesehen haben muss.

Die Sehenswürdigkeiten in der Umgebung der Basilika-Zisterne:

Wo ist die Cisterna Basilica in Istanbul?

Wo ist die Cisterna Basilica in Istanbul
Die Cisterna Basilica befindet sich in Sultanahmet, gegenüber der Hagia Sophia.

Die nächstgelegene Straßenbahnstation „Sultanahmet“ (Linie T1) befindet sich etwa fünf Gehminuten von der Hagia Sophia entfernt.

Wie kommt man zur Cisterna Basilica?

Vom Taksim-Platz: Mit der Standseilbahn nach Kabataş. Dann die Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).
Altstadt Hotels: Mit der Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).
Hotels der asiatischen Seite Istanbuls: Mit öffentlichen Fähren nach Eminönü. Dann die Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).


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