Hagia Sophia Geschichte, Architektur & Besucherinfos

Hagia Sophia Istanbul bei Nacht mit beleuchteten osmanischen Minaretten.
Die Hagia Sophia im nächtlichen Glanz.

Mein persönlicher Rundgang durch die Hagia Sophia

Kaum ein Bauwerk in Istanbul erzählt so viel über die Stadt wie die Hagia Sophia. Byzantinische Kirche, osmanische Moschee, Museum, wieder Moschee. Seit 2020 wird sie erneut als Moschee genutzt, doch die Emporen mit ihren berühmten Mosaiken bleiben für Besucher weiterhin zugänglich.

Ich führe seit 1988 Gäste durch Istanbul und habe die Hagia Sophia selbst als Museum und später wieder als Moschee erlebt. Wir machen gemeinsam einen Rundgang durch ihre Geschichte, Architektur und die Ecken, die man leicht übersieht.

Doch bevor wir die Hagia Sophia gemeinsam erleben, finden Sie hier alle praktischen Infos für Ihren Besuch – von Eintrittspreisen über Öffnungszeiten bis hin zur Kleiderordnung. Sie können für eine schnelle Orientierung auch das Inhaltsverzeichnis nutzen.

Außenansicht der Hagia-Sophia-Moschee mit vier Minaretten.
Die Hagia Sophia mit ihren markanten osmanischen Minaretten.

Eintritt in die Hagia Sophia 2026: Was kostet der Besuch?

Der Besuch des Museumsbereichs (Galerie) ist seit Januar 2024 kostenpflichtig. Hier sind die wichtigsten Details für Ihre Planung:

  • Eintrittspreis: Das Ticket für die oberen Galerien kostet 25 €.
  • Museumspass: Bitte beachten Sie, dass der Museum Pass Istanbul für die Hagia Sophia aktuell nicht gültig ist.
  • Kinder: Kinder unter 8 Jahren haben freien Eintritt. Ein Altersnachweis (Reisepass) ist am Eingang erforderlich.
  • Eingänge: Zwei separate Eingänge – für Touristen und für muslimische Gläubige. Mehr dazu.

Eingang für Touristen: So finden Sie die Galerien

Ticketschalter und Eingang zur Hagia Sophia.
Ticketschalter und Eingang zur Hagia Sophia (Südseite).

Seit Anfang 2024 nutzen Touristen einen neuen Zugang. Die Ticketschalter und der Eingang zur Galerie befinden sich an der Südseite der Hagia Sophia, direkt gegenüber dem Brunnen von Sultan Ahmed III. und unweit des Haupttors zum Topkapi-Palast. Von hier aus gelangen Besucher über eine Rampe direkt in das Obergeschoss (Emporen), um die weltberühmten Mosaike zu besichtigen.

Für muslimische Gläubige (Gebetsraum): Der Eingang zum Erdgeschoss befindet sich auf der Seite, die zur Blauen Moschee (Sultanahmet Camii) hin liegt. Dieser Bereich ist ausschließlich für das Gebet reserviert und kostenlos zugänglich.

Öffnungszeiten der Hagia Sophia in 2026

Täglich geöffnet
9.00 bis 19.30 Uhr
Der Museumsbereich im Obergeschoss ist während des Freitagsgebets geschlossen
Istanbul 2026: Öffnungszeiten aller Top-Sehenswürdigkeiten auf einen Blick

Kleidervorschriften für die Hagia Sophia

Kleiderordnung für die Hagia Sophia: Frau mit Kopftuch, Mann mit langen Hosen.
Kleiderordnung in der Hagia Sophia.

Um Ihren Besuch der Hagia Sophia entspannt genießen zu können, beachten Sie bitte die folgenden Kleidervorschriften:

Frauen sollen Röcke oder Hosen tragen, die mindestens bis zu den Knien reichen. Das Oberteil soll die Schultern bedecken und mindestens bis zu den Ellenbogen reichen. Ein Kopftuch ist ebenfalls erforderlich. Eng anliegende Kleidung wie Leggings ist nicht gestattet.

Männer sollen lange Hosen oder knielange Shorts tragen. Das Oberteil soll die Schultern bedecken. Ärmellose Shirts und kurze Hosen sind nicht gestattet.

Für Kinder unter acht Jahren gelten keine speziellen Kleidungsvorschriften.

Die Geschichte der Hagia Sophia

Bevor wir die Hagia Sophia betreten, lohnt ein Blick auf ihre wechselvolle Geschichte, die bis in die Antike reicht. An der Stelle, wo einst ein heidnischer Tempel stand, entstanden drei Kirchen: die dritte ist die Hagia Sophia, die wir heute kennen. Dieses bemerkenswerte Bauwerk ist nicht nur ein Zeuge der bewegten Geschichte Istanbuls, sondern auch ein lebendiges Zeugnis des kulturellen Wandels.

Die Geschichte der ersten Kirche:

Die erste Kirche wurde 360 n. Chr. unter Constantius II. fertiggestellt. Sie war eine Basilika (Megale Ekklesia) mit Holzdach, die jedoch bereits 404 bei einem Aufstand niederbrannte.

Die Geschichte der zweiten Kirche:

Überreste der zweiten Hagia Sophia aus dem 5. Jahrhundert.
Überreste der zweiten Kirche, heute im Garten der Hagia Sophia zu sehen.

Die zweite Kirche errichtete Theodosius II. im Jahr 415 als fünfschiffige Basilika. Auch sie fiel 532 während des blutigen Nika-Aufstands gegen Kaiser Justinian den Flammen zum Opfer. Tausende Menschen kamen ums Leben, zahlreiche Bauwerke (darunter auch die zweite Kirche) wurden zerstört.

Die dritte Kirche (die heutige Hagia Sophia)

Kaiser Justinian nutzte den Aufstand, um sechs Wochen später den Grundstein für die dritte Hagia Sophia zu legen. Er scheute keine Kosten und rief aus allen Gebieten die geschicktesten Baumeister und Werkleute zusammen.

Historische Architektur der Hagia-Sophia-Kirche in Istanbul.
Die Hagia Sophia: Ein monumentales Erbe der byzantinischen Kaiserzeit.

Die Bauleitung lag bei Anthemios von Tralleis und Isidoros von Milet, zwei der bedeutendsten Gelehrten ihrer Zeit. Zehntausend Arbeiter errichteten unter ihrer Leitung eine monumentale Kuppelbasilika, die architektonisch eine Synthese aus Zentral- und Kuppelbau darstellt.

Die Bauzeit betrug nur fünf Jahre (532–537), was für das 6. Jahrhundert und ein Bauwerk dieser Größenordnung eine nahezu unfassbare Leistung darstellt.

Am Stephanstag (in der orthodoxen Tradition am 27. Dezember) 537 weihte Justinian die neue Hagia Sophia ein und rief voller Freude:

„Preis und Ehre sei Gott, der mich für würdig hielt, ein solches Werk zu vollenden. Salomon, ich habe dich übertroffen.“

Doch bereits 553 und 558 stürzte die extrem flache Kuppel bei Erdbeben ein. Justinian beauftragte den Neffen von Isidoros mit dem Wiederaufbau: Er verringerte den Kuppeldurchmesser und erhöhte die Kuppel um sechs Meter, um sie stabiler zu machen.

In den folgenden Jahrhunderten folgten weitere Restaurierungen: 1317 die ersten Mauerverstärkungen, später in der osmanischen Zeit kamen die Minarette hinzu – zunächst ein einfaches hölzernes Minarett nach der Eroberung Konstantinopels 1453, dann die vier monumentalen Steinminarette, die wir heute sehen.

Im 16. Jahrhundert errichtete der berühmte osmanische Architekt Mimar Sinan die massiven Strebepfeiler, die dem Gebäude seine heutige Stabilität verleihen.

Restaurierungen im 19. und 20. Jh.

Unter Sultan Abdülmecid I. (1847–1849) wurde die Hagia Sophia unter der Leitung der schweizerisch-italienischen Brüder Gaspare und Giuseppe Fossati umfassend restauriert. Während der Arbeiten wurden mehrere weiß getünchte Mosaike freigelegt und dokumentiert, anschließend wieder überdeckt.

In den Jahren 1930–1935 wurden auf Anweisung von Atatürk die ersten wissenschaftlichen Untersuchungen durchgeführt und umfangreiche Restaurierungen vom Amerikanischen Byzantinischen Institut vorgenommen.

Rundgang auf den Emporen der Hagia Sophia

Blick auf die Emporen der Hagia Sophia mit den byzantinischen Mosaiken.
Die Emporen der Hagia Sophia.

Hier beginnen wir unseren Rundgang durch die Hagia Sophia. Den neuen Zugang zum Museumsbereich im Obergeschoss – seit Anfang 2024 in Betrieb – haben wir ja bereits erwähnt. Ein verwinkelter Aufgang führt uns hinauf in die nördliche Galerie, wo wir die Emporen und die faszinierende Welt der byzantinischen Mosaike entdecken.

Die nördliche Galerie

Nachdem wir die nördliche Galerie betreten haben, gehen wir ein paar Schritte weiter und blicken links über die Brüstung. Von hier aus haben wir den gesamten Gebetsraum unter uns; über uns erhebt sich die gewaltige Kuppel der Hagia Sophia.

Das älteste Mosaik auf den Galerien

Byzantinisches Mosaik Kaiser von Alexandros mit Goldgrund.
Kaiser Alexandros in kaiserlichem Ornat (10. Jahrhundert).

Gleich darauf, an einer etwas versteckten Stelle an der rechten Wand über uns, entdecken wir das älteste erhaltene Mosaik in den Galerien. Es wurde erst kürzlich unter einer jahrhundertealten Putzschicht entdeckt und restauriert.

Das Mosaik zeigt Kaiser Alexandros, der im Mai 912 seinem Bruder Leo VI. auf den Thron folgte. Doch seine Regentschaft währte nur kurz: Bereits im Juni 913 verstarb der Kaiser beim Polo-Spiel, offenbar übermütig und vom Wein berauscht.

Hagia Sophia: Der Ausblick von der Westempore

Der spektakuläre Blick von der Westempore über den gesamten Innenraum der Hagia Sophia.
Panoramablick auf das Hauptschiff und die monumentale Kuppel.

Bevor wir uns den Mosaiken auf der Südempore widmen, empfiehlt sich ein Abstecher zur Westempore. Von hier aus haben wir einen großartigen Blick auf den Zentralraum der Hagia Sophia. Dieser eindrucksvolle Ausblick dient nicht nur der Orientierung, sondern vermittelt uns auch einen unvergesslichen Eindruck von der architektonischen Meisterleistung dieses Bauwerks.

Standort des Throns der Kaiserin

Grüne Marmorscheibe markiert den Standort des Throns der Kaiserin in der Hagia Sophia.
Ehemaliger Thronplatz der Kaiserin.

In der Mitte der Westgalerie, nahe der Balustrade, markiert eine kreisrunde Scheibe aus grünem thessalischem Marmor den Standort des Throns der Kaiserin. Sie wird von eleganten Säulen aus demselben Material flankiert.

Historische Aufzeichnungen belegen, dass die Emporen der Hagia Sophia ursprünglich ausschließlich den Frauen vorbehalten waren. Später wurde die Südgalerie jedoch speziell der Kaiserfamilie zugewiesen. Gelegentlich diente sie auch als Versammlungsort für Synoden der Bischöfe der Ostkirche.

Die Südempore

Byzantinische Marmortür (Himmel- und Höllentor) auf der Südempore der Hagia Sophia.
Marmortür auf der Südempore.

Am Beginn der Südempore sehen wir eine marmorne Schranke, die aus zwei kunstvoll in Relief gearbeiteten Scheintüren besteht. Zwischen diesen bleibt ein offener Durchgang frei. Die linke Scheintür wird volkstümlich als „Höllentür“, die rechte als „Himmelstür“ bezeichnet.

Beide Türen sind durch einen langen, schmalen Sturz aus geschnitztem Holz verbunden. Der ursprüngliche Zweck und die Entstehungszeit dieser Schranke sind unbekannt. Vermutlich wurde sie eingebaut, um den Bereich der Südgalerie abzutrennen, der später als Versammlungsort für Synoden diente.

Im Jahr 1166, unter Kaiser Manuel Komnenos, fand hier eine Synode statt. Die Beschlüsse dieser Versammlung wurden auf Marmortafeln festgehalten und an der Wand des äußeren Narthex angebracht.

Ein Wikinger-Graffiti aus dem 9. Jahrhundert

Antike Wikinger-Runen in der Hagia Sophia: „Halvdan war hier“.
Die Runen-Inschrift „Halvdan“ auf der Marmorbrüstung.

Nach der marmornen Schranke auf der linken Seite der Südempore erwartet uns eine Überraschung: Auf der Brüstung entdecken wir eine eingeritzte Runenschrift aus dem 9. Jahrhundert, die den Namen eines Wikingers, Halvdan, trägt.

Die Inschrift bedeutet übersetzt schlicht „Halvdan war hier“. Vermutlich war Halvdan ein Mitglied der berühmten Varägergarde, der skandinavischen Leibgarde der byzantinischen Kaiser, und verewigte sich auf diese Weise im Marmor.

Die Mosaike auf der Südgalerie der Hagia Sophia

Auf der Südgalerie erwarten uns drei der bedeutendsten Mosaike der Hagia Sophia. Die ersten beiden erzählen Geschichten von Kaisern, Kaiserinnen und politischen Intrigen. Das dritte – unser letztes Mosaik auf diesem Rundgang – ist ein Meisterwerk der byzantinischen Kunst und gibt uns einen einzigartigen Einblick in die spirituelle Tiefe dieser Epoche.

Das Mosaik von Kaiserin Zoë - Ein Spiegel ihres bewegten Lebens

Byzantinisches Goldmosaik der Kaiserin Zoë mit Konstantin IX.
Kaiserin Zoë und Konstantin IX.

Wir gehen weiter bis zum Ende der Südgalerie und sehen zwei Kaiserporträts nebeneinander. Unser Blick richtet sich zuerst auf das Porträt der Kaiserin Zoë – die linke der beiden Darstellungen –, die zusammen mit ihrem dritten Ehemann, Konstantin IX. Monomachos, abgebildet ist. Christus thront dabei segnend in der Mitte, während der Kaiser ihm einen Geldbeutel überreicht und Zoë eine Schriftrolle hält.

Bemerkenswert an diesem Mosaik ist die nachträgliche Überarbeitung der Gesichter und der Konstantin gewidmeten Inschriften – ein Hinweis auf Zoës turbulentes Leben. Als Tochter Konstantins VIII. regierte sie zeitweise eigenständig und war bekannt für ihre wechselvollen Beziehungen.

Zoë blieb Gerüchten zufolge bis zu ihrem 50. Lebensjahr unverheiratet. Ihr Vater verheiratete sie schließlich mit Romanos Argyros, um die Thronfolge zu sichern. Obwohl sie zu diesem Zeitpunkt bereits zu alt war, um Kinder zu gebären, soll sie später die Freuden der Liebe entdeckt haben und wird mit zahlreichen Liebhabern in Verbindung gebracht.

Nach dem Tod ihres ersten Mannes Romanos III. heiratete sie Michael IV. und schließlich Konstantin IX. Monomachos. Das ursprüngliche Mosaik, das vermutlich zwischen 1028 und 1034 entstand, zeigte Zoë mit ihrem ersten Ehemann Romanos III. Während der kurzen Herrschaft von Michael V., der seine Adoptivmutter zutiefst verachtete, könnte dieses Mosaik zerstört worden sein.

Als Zoë 1042 erneut an die Macht gelangte – offiziell durch ihren dritten Ehemann Konstantin IX. –, ließ sie das beschädigte Mosaik restaurieren. Sie ersetzte die Darstellung ihres ersten Mannes durch Konstantin und passte die Inschriften entsprechend an.

Politisches Recycling: Ein Kaiser mit fremdem Körper

Detailansicht des Mosaiks von Kaiser Konstantin IX. Monomachos in der Hagia Sophia mit sichtbaren Spuren politischer Korrekturen.
Detailansicht: Deutliche Spuren des „Kopf-Austauschs“ am Hals und im Schriftzug von Konstantin IX.

Es ist ein faszinierendes Detail der byzantinischen Kunstgeschichte: Anstatt das kostbare Goldmosaik vollständig neu anzufertigen, entschied man sich für eine weitaus pragmatischere Lösung. Man entfernte lediglich den Kopf des Ehemanns sowie die dazugehörige Namensinschrift (links oben) und ersetzte beide durch das Porträt und den Namen des neuen Kaisers.

Dieses „Recycling" von Herrscherbildern verleiht dem Mosaik heute einen fast schon amüsanten Charakter. Diese frühe Form des „politischen Recyclings" führt dazu, dass der Körper und die prachtvolle Kleidung auf dem Mosaik ursprünglich wohl Zoës erstem Ehemann Romanos III. gehörten. Nur das Gesicht gehört Konstantin IX.

Wer genau hinsieht, kann die feinen Linien am Hals der Figur erkennen, die zeigen, wo die Steinchen (Tesserae) herausgenommen und durch neue ersetzt wurden.

Nicht nur am Kopf, auch im Bereich der Inschriften sind die Spuren einer „erzwungenen Renovierung“ deutlich sichtbar. Besonders in der ersten Zeile, in der der Name des Kaisers steht, ist die Anordnung der Mosaiksteine unregelmäßig, und auch die letzte Zeile, in der sein Beiname „Monomachos“ (der Alleinkämpfer) fast schon gequetscht eingefügt wurde, wirkt holprig.

Das Mosaik von Johannes II. und Irene – Frömmigkeit und Schicksal

Mosaik von Kaiser Johannes II. Komnenos und der ungarischen Prinzessin Irene (Piroska).
Kaiserin Irene und Kaiser Johannes II.

Rechts neben dem Porträt der Kaiserin Zoë sehen wir das dritte und letzte Kaiserporträt der Emporen. Das Mosaik verläuft geschickt über Eck: Während das Kaiserpaar frontal zu sehen ist, entdecken wir das Porträt des jungen Prinzen Alexios auf der rechten Seitenwand des Pfeilers.

Dargestellt sind Johannes II. Komnenos (1118–1143), seine Frau Irene und ihr ältester Sohn Alexios. Das Hauptmosaik wurde vermutlich im Krönungsjahr von Johannes II. geschaffen, während das Bildnis von Alexios einige Jahre später hinzugefügt wurde, als er im Alter von 17 Jahren zum Mitregenten ernannt wurde.

In diesem Mosaik hält die Gottesmutter den Christusknaben auf ihrem Schoß. Zu ihrer Rechten steht Johannes II., der ehrfurchtsvoll einen Beutel mit Gold darbringt, während Irene mit ihrem charakteristischen rotblonden Haar links von Maria eine Schriftrolle überreicht.

Leider konnte Alexios nach dem Tod seines Vaters nicht auf den Thron folgen, da er nur kurze Zeit nach seiner Krönung verstarb. Die Künstler, die das Mosaik schufen, hielten bereits die spürbaren Anzeichen seines frühen Todes in seinem abgemagerten, blassen Gesicht fest.

Irene wurde für ihre Frömmigkeit und ihre Großzügigkeit gegenüber den Armen gepriesen und später als Heilige der Ostkirche verehrt. Das kaiserliche Paar gründete das Pantokrator-Kloster (heute Zeyrek-Moschee), das für seine einzigartige Tripelkirche bekannt ist und bis heute die Silhouette des vierten Hügels Konstantinopels prägt.

Deësis-Mosaik: Ein Meisterwerk der spätbyzantinischen Kunst

Deësis-Mosaik in der Hagia Sophia: Christus Pantokrator mit Maria und Johannes dem Täufer.
Berühmtes Deësis-Mosaik der Südgalerie.

Nach dem Mosaik von Johannes II. und Irene kehren wir um und gehen ein Stück zurück. Kurz darauf, auf der linken Seite, entdecken wir das letzte der Emporenmosaike der Hagia Sophia: das beeindruckende Deësis-Mosaik. Dieses Meisterwerk der byzantinischen Kunst, das auf den Beginn des 14. Jahrhunderts datiert wird, zählt zu den herausragendsten Werken der spätbyzantinischen Epoche.

Obwohl etwa zwei Drittel des Mosaiks zerstört sind, blieben die Gesichter der drei Hauptfiguren erstaunlich gut erhalten. Es markiert den Beginn der sogenannten Palaiologischen Renaissance, in der die byzantinische Kunst eine neue, fast naturalistische Ausdruckskraft erlangte.

Der Begriff Deësis, aus dem Altgriechischen abgeleitet, bedeutet „Bitte“ oder „Flehen“. Ursprünglich bezeichnete er das Vorbringen eines Anliegens – sei es im weltlichen, juristischen oder religiösen Kontext. In der christlichen Kunst wurde daraus eine ikonografische Darstellung, die auf Fürbitte und Gebet hinweist.

Im Zentrum des Mosaiks thront Christus, flankiert von der Jungfrau Maria und Johannes dem Täufer. Beide Heiligen wenden sich in tief empfundener Fürbitte an ihn und flehen um das Heil der Menschheit. Johannes begegnet Christus mit einem Blick, der von Trauer und Dringlichkeit erfüllt ist, während die Gottesmutter ihre Augen in stiller Demut senkt.

Christus selbst erhebt die rechte Hand zum Segen und schaut mit einem Ausdruck von innerer Zerrissenheit und Nachdenklichkeit in die Ferne – eine Darstellung, die ihn mehr als Mensch denn als Gott erscheinen lässt.

Besonders faszinierend ist dabei die Technik: Um diese feinen Gesichtszüge und Schatten darzustellen, verwendeten die Künstler winzige Mosaiksteinchen, die viel kleiner sind als in den anderen Mosaikfeldern der Kirche.

Die Vorhalle der Krieger und das Stiftermosaik

Stiftermosaik mit Maria, Kaiser Justinian und Konstantin.
Stiftermosaik: Maria, Kaiser Justinian und Konstantin.

Nach dem Deësis-Mosaik passieren wir erneut die marmorne Schranke und steigen links die Rampe hinab, die uns hinunter in den Garten führt. Unten, gleich rechts, sehen wir die „Vorhalle der Krieger“ – einen Durchgang, der früher den Namen Orea Porta, „Schöne Pforte“, trug.

In diesem Raum wartete die kaiserliche Garde, bis der Kaiser aus dem Gottesdienst zurückkehrte. Es ist kein Zufall, dass das Stiftermosaik genau hier angebracht wurde: Bevor der Kaiser den heiligen Raum betrat, legte er in dieser Vorhalle symbolisch seine Macht in die Hände Gottes.

Das große Mosaik über dem Durchgang stammt aus dem 10. Jahrhundert und wurde 1933 wiederentdeckt, nachdem es viele Jahrhunderte unter Verputz und Tünche verborgen war. In der Mitte sieht man die thronende Gottesmutter mit dem Christusknaben auf dem Schoß, während sie von zwei Kaisern empfangen wird.

Rechts überreicht Konstantin der Große Maria das Modell seiner Stadt Konstantinopel, während links Kaiser Justinian ihr großzügig die von ihm erbaute Hagia Sophia schenkt.

Der Garten und der Ausgang

Barocke Şadırvan-Kuppel mit sechseckigem Grundriss (1740).
Spätosmanischer Reinigungsbrunnen (Şadırvan).

Wir wenden uns nun dem Garten zu und sehen türkische Bauwerke aus verschiedenen Zeiten der osmanischen Periode. Wenn wir uns nach rechts wenden, fällt unser Blick auf den „Şadırvan“ (Reinigungsbrunnen) aus dem Jahre 1740.

Hier vollzogen die Gläubigen vor dem Gebet ihre rituelle Waschung. Mit seiner auf Säulen ruhenden Kuppel und der meisterhaften Stein- und Metallverarbeitung bietet er ein wertvolles Beispiel für die osmanische Architektur.

Kaum ein anderer Moscheebrunnen zeigt die Merkmale der spätosmanischen Architektur so eindrucksvoll wie dieser. Seine farbenfrohe Ornamentik und das filigrane Bronzegitter mit den fein reliefierten Marmorplatten machen ihn zu einem der schönsten Beispiele spätosmanischer Baukunst.

Historische Grundschulgebäude (Sıbyan Mektebi) der Hagia-Sophia-Moschee.
Osmanische Grundschule der Hagia Sophia.

Das Gebäude neben dem Brunnen ist eine ehemalige osmanische Grundschule (Sıbyan Mektebi), die im Jahr 1742 errichtet wurde.

Das kleine Gebäude links direkt vor dem Gartenausgang wurde von den Fossati-Brüdern zwischen 1847 und 1849 fertiggestellt. Es fungierte als „Muvakkithane“, das Haus des Zeitberechners, der die präzisen Gebetszeiten für die Moschee festlegte.

Osmanische Sonnenuhr an der Außenmauer der Hagia Sophia.
Osmanische Sonnenuhr.

Bevor wir den Garten durch den Ausgang verlassen, werfen wir noch einen Blick zurück: Die Sonnenuhr des Zeitberechners ist immer noch links über dem Ausgang an der Fassade der Hagia Sophia zu sehen und erinnert an die Zeit, als die Gebetszeiten noch genau nach dem Stand der Sonne berechnet wurden.

Das Erdgeschoss – der Gebetsraum der Hagia Sophia

Prachtvoller Innenraum der Hagia Sophia mit den berühmten Kalligraphie-Schilden.
Blick in das beeindruckende Hauptschiff der Hagia Sophia mit den monumentalen Kalligraphien.

Bitte beachten Sie: Das Erdgeschoss der Hagia Sophia ist heute ausschließlich muslimischen Gläubigen vorbehalten, die zum Gebet kommen. Besucher betreten die Hagia Sophia über den separaten Besuchereingang gegenüber dem Haupttor des Topkapi-Palastes, wo sich auch die Ticketschalter befinden.

Der historische Eingang und der Vorhof

Der Eingang zur Hagia Sophia liegt auf der Westseite, gegenüber dem großen Parkplatz und dem Springbrunnen mit Blick auf die Blaue Moschee. Von dem weitläufigen Vorplatz aus betreten wir zunächst einen Vorhof. Auf der linken Seite, in einem kleinen Garten, sehen wir eine Ausstellung mit Säulenresten der zweiten Hagia Sophia, der Vorgängerkirche des heutigen Bauwerks.

Ein paar Schritte weiter rechts erhebt sich das äußere Tor. Bevor wir durchgehen, werfen wir noch einen Blick nach links unten: Dort, unterhalb des heutigen Bodenniveaus, erkennen wir weitere Überreste der zweiten Hagia Sophia – das Portal und die Treppen –, ein eindrucksvolles Zeugnis aus dem 5. Jahrhundert.

Um in den Hauptraum zu gelangen, müssen wir durch zwei Vorhallen gehen. Die äußere Vorhalle (Exonarthex) ist durch fünf bronzene Tore mit der inneren Vorhalle (Endonarthex) verbunden, die wiederum durch neun weitere Tore mit dem Hauptgebäude verbunden ist.

Das mittlere Tor (Kaisertor), durch das der Kaiser den Hauptraum betrat, ist der einzige Durchgang, der keinen Marmorrahmen, sondern einen aus Bronze hat, der früher sogar mit Silber verkleidet war. Bevor der Kaiser den heiligen Boden betrat, legte er hier sein Schwert und seine Krone ab, und die Soldaten seiner Leibgarde warteten, bis er vom Gottesdienst zurückkam.

Byzantinisches Mosaik über dem Kaisertor: Christus und Kaiser Leo VI. in der Hagia Sophia.
Das prachtvolle Mosaik über dem Kaisertor zeigt Kaiser Leo VI. vor Christus.

Über diesem Tor befindet sich ein schönes Mosaik aus dem 9. Jahrhundert, das Christus auf einem mit Juwelen besetzten Thron zeigt. Seine rechte Hand ist in einer segnenden Geste erhoben, während er in seiner linken Hand ein aufgeschlagenes Evangelium auf seinem Knie hält. Eine griechische Inschrift verkündet die Worte: „Friede sei mit euch, ich bin das Licht der Welt“.

Zwei Medaillons, die in Schulterhöhe des Erlösers schweben, zeigen links die Mutter Maria und rechts den Erzengel Gabriel. Im unteren Bereich der Darstellung sehen wir Kaiser Leo VI. (886-912), der schuldbewusst zu den Füßen Christi kniet, weil er durch seine vier Eheschließungen gegen das damalige orthodoxe Recht verstoßen hatte.

Der Hauptraum

Kaum betreten wir den Hauptraum, spüren wir die überwältigende Dimension dieses Raumes. Mit einer Länge von 82 Metern und einer Breite von 73 Metern ist das Bauwerk nahezu quadratisch – eine Fläche von fast 6.000 Quadratmetern, die sich vor uns erstreckt.

Die Kuppel der Hagia Sophia

Beeindruckende Kuppel der Hagia Sophia.
Meisterwerk der byzantinischen Kuppelarchitektur.

Unser Blick richtet sich nach oben: Die gewaltige Kuppel scheint über uns zu schweben. Mit ihren 40 Fenstern, durch die das Licht strömt, wirkt sie fast schwerelos – ein Meisterwerk der byzantinischen Baukunst.

Die Kuppel ruht auf vier massiven Pfeilern, die durch Halbkuppeln und Strebepfeiler gestützt werden. Die drei unterschiedlichen Schattierungen der Kuppelmosaike weisen auf drei verschiedene Restaurierungsphasen hin.

Sie erreicht am Scheitelpunkt eine Höhe von 55,60 Metern. Ihr Durchmesser beträgt von Nord nach Süd 31,87 Meter und von Ost nach West 30,87 Meter – sie ist also leicht elliptisch. Aufgrund ihrer Höhe und ihres Durchmessers zählt die Kuppel der Hagia Sophia zu den bedeutendsten Kuppeln der Welt.

Die Engelsfiguren in Eckzwickeln

Die beiden Halbkuppeln im Osten und Westen nehmen den seitlichen Schub der Zentralkuppel gleichmäßig auf. In den vier Eckzwickeln, den sogenannten Pendentifs, befinden sich jeweils Darstellungen eines Seraphim-Engels mit verhülltem Gesicht. Nach der letzten Restaurierung kam das Gesicht eines der vier Seraphim zum Vorschein, das fast 700 Jahre lang verborgen gewesen war.

Einer der vier Seraphim-Engel in den Pendentifs der Hagia Sophia.
Das freigelegte Gesicht eines der Seraphim-Engel.

Mosaike in der Halbkuppel der Apsis

Die Mosaike in der Halbkuppel der Apsis zeigen Maria mit dem Christusknaben. Ein schönes, dunkelblaues Gewand hüllt ihre Gestalt ein. Drei kleine Kreuze zieren ihr Kopftuch über der Stirn und ihre Schultern. Die rechte Hand Marias ruht auf der Schulter des Knaben, die linke auf seinem Knie.

Das Christuskind trägt ein Goldkleid und Sandalen. Es hebt die rechte Hand zum Segen, während es in der linken eine Schriftrolle hält. Auf beiden Seiten des Bogens sind zwei Engelsfiguren dargestellt. Das Mosaik rechts zeigt den Erzengel Gabriel, dem ein Flügel fehlt. Gegenüber im Bogen links sieht man die Reste des Mosaiks mit dem Erzengel Michael.

Das byzantinische Mosaik der Jungfrau Maria mit dem Kind in der Apsis der Hagia Sophia.
Das goldgrundige Marienmosaik in der Apsis-Halbkuppel.

Die Säulen und Kapitelle

Das gesamte Bauwerk wird von 107 Säulen getragen: 40 im unteren Bereich und 67 auf den Emporen. Ein Großteil dieser Säulen ist wesentlich älter als das Gebäude selbst, da sie als Spolien aus antiken Tempelanlagen des gesamten Reiches herbeigeschafft wurden.

Besonders hervorzuheben sind die acht monumentalen Säulen aus rotem Porphyr, die paarweise in den vier Exedren des Hauptschiffs stehen. Während die Tradition ihre Herkunft oft dem Zeustempel in Baalbek zuschreibt, belegen geologische Untersuchungen, dass dieses seltene Gestein (Lapis Porphyrites) ausschließlich aus den kaiserlichen Steinbrüchen des Mons Porphyrites in Ägypten stammt.

Die ausgezeichnete Verarbeitung des Marmors auf den Kapitellen, bei der die Formen tief eingraviert und durch Licht- und Schatteneffekte hervorgehoben wurden, ist ein typisches Merkmal der byzantinischen Kunst. Es handelt sich um eine weiterentwickelte Form des spätantiken Akanthuskapitells, die auch als Korbkapitell bezeichnet wird. Einige der Kapitelle sind mit den Monogrammen Justinians und Theodoras versehen.

Die Kronleuchter, die tief von der Kuppel herabhängen und im Raum verteilt sind, bestehen aus Holz und Leichtmetall und stammen aus dem 19. Jahrhundert.

Das Omphalion-Bodenmosaik in der Hagia Sophia - Ort der Kaiserkrönungen.
Das Omphalion: Der „Nabel der Welt“ und byzantinischer Krönungsplatz.

Unübersehbar ist auch die Einlegearbeit des quadratischen Bodenmosaiks Omphalion („Omphalos“: Nabel) im südöstlichen Teil des Hauptschiffs, das mit vielfarbigen, runden Granit- und Porphyrplatten ausgelegt ist. Kleinere Kreise gruppieren sich um eine große kreisförmige Fläche, greifen ineinander und füllen so eine quadratische Fläche aus.

Hier wurden roter und grüner Porphyr, Granit sowie Verde Antico „Krokeischer Stein“ kombiniert. In späteren Zeiten des Byzantinischen Reiches fanden hier offensichtlich die Kaiserkrönungen statt.

Im Westen des Nordschiffes steht die bekannte „Schwitzende Säule“, die sich heute noch feucht anfühlt und seit Jahrhunderten als „wunderwirkend“ gilt (viele Besucher stecken ihren Daumen in das Loch und drehen ihn für einen Wunsch).

Hagia Sophia Moschee (Ayasofya Camii)

Historische Lithografie der Hagia Sophia als Moschee mit Minaretten.
Osmanische Periode (Louis Haghe 1852).

Islamische Ausstattung der Hagia-Sophia-Moschee

Die ehemalige Apsis der Sophienkirche wurde in der islamischen Zeit in eine Gebetsnische in Richtung Mekka umgewandelt. Die beiden Riesenkerzen, die den Mihrab (Gebetsnische) flankieren, sind tatsächlich aus Wachs und wurden von Sultan Süleyman I. nach dem Feldzug nach Ungarn gestiftet.

Prächtige Gebetsnische (Mihrab).
Gebetsnische mit Riesenkerzen.

Links von der Gebetsnische der Hagia-Sophia-Moschee steht die Loge des Sultans „Hünkâr Mahfili“, ein Werk von Gaspare Fossati (19. Jh.). Auf der rechten Seite befinden sich der Minber („Freitagskanzel“) und davor das marmorne Podest „Müezzin Mahfili“, eine Müezzintribune, von der aus der Koran rezitiert wird.

Die beiden 2 m hohen runden Marmorgefäße in den Nischen an der Westseite stammen aus Pergamon und wurden im 16. Jahrhundert durch Sultan Murat III. in die „Ayasofya“-Moschee gebracht. Sie dienten als Wassergefäße für Erfrischungen.

Die schöne arabische Inschrift in der Spitze der Hauptkuppel gibt den 35. Vers aus der 24. Sure des Korans wieder, den sogenannten Lichtvers. „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde...“. Der Lichtvers und die acht riesigen runden Tafeln mit einem Durchmesser von 8 m stammen ebenfalls aus der islamischen Zeit der Hagia Sophia.

Innenraum der Hagia Sophia als Moschee mit betenden Gläubigen.
Gebet in der Ayasofya Moschee.

Auf den runden Tafeln stehen in arabischer Schrift die Namen Allahs, Mohammeds, der vier Kalifen (Ebu Bekir, Ömer, Osman, Ali) und der beiden Enkelsöhne Mohammeds, Hasan und Hüseyin.


Sehenswürdigkeiten in der Nähe der Hagia Sophia

In der Nähe der Hagia Sophia gibt es weitere Sehenswürdigkeiten, die Sie in 5 bis 10 Minuten zu Fuß erreichen können.

Die Sehenswürdigkeiten in Sultanahmet - Istanbul

Wo ist die Hagia Sophia in Istanbul?

Standort der Hagia Sophia in Istanbul – Karte mit Umgebung.
Wo ist die Hagia Sophia in Istanbul?

Die Hagia Sophia befindet sich in Sultanahmet, gegenüber der Blauen Moschee neben dem Topkapi Palast.

Die nächstgelegene Straßenbahnstation „Sultanahmet“ (Linie T1) befindet sich etwa fünf Gehminuten von der Hagia Sophia entfernt.

Wie kommt man zur Hagia Sophia?

Vom Taksim-Platz: Mit der Standseilbahn (Funicular) nach Kabataş (Linie F1). Dann die Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).
Hotels in der Altstadt: Mit der Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).
Hotels der asiatischen Seite Istanbuls: Mit öffentlichen Fähren nach Eminönü. Dann die Straßenbahn nach Sultanahmet (Linie T1).


Diese Seiten könnten Sie auch interessieren