Istanbul Sehenswürdigkeiten am Bosporus

Bosporus: Die Wasserstraße zwischen zwei Kontinenten

Istanbul Sehenswürdigkeiten am Bosporus

Die Sehenswürdigkeiten am Bosporus

Istanbul vom Wasser aus zu erleben sollte man auf keinen Fall entgehen lassen, denn diese Wasserstraße zwischen zwei Kontinenten gehört zu den besten Sehenswürdigkeiten Istanbuls. Nicht vergessen Ihre Kameras mitzunehmen; während einer Fahrt auf dem Bosporus gibt es eine Fülle von Fotomotiven zu entdecken.

Beide bis zu 300 Meter ansteigende Ufer sind durch Buchten und Häfen reichlich gegliedert. Auf den Ufern reihen sich die schönsten Sehenswürdigkeiten Istanbuls; prunkvolle Paläste der osmanischen Sultane, Holzhäuser die bis ins 20. Jahrhundert hinein das Stadtbild von Istanbul dominierten sowie Festungen und Moscheen.

Tausende von Judasbäumen, Magnolienbäumen, Kiefern, Platanen und Zypressen schmücken diese Traumlandschaft zwischen Europa und Asien. Übrigens, nirgendwo sonst auf der Welt können Besucher zwar noch in derselben Stadt aber doch auf zwei Kontinenten sein.

Bosporus Holzhäuser Bosporus Holzhäuser

Die Hauptsehenswürdigkeiten am Bosporus

Zu den Sehenswürdigkeiten am Bosporus gehören prächtige Paläste, alte osmanische Holzvillen, wunderschöne Moscheen der türkischen Architektur und Festungen aus der Eroberungsgeschichte Konstantinopels.

Hier ist eine Liste der "Top Sehenswürdigkeiten von Bosporus":

  • Die Holzhäuser
  • Dolmabahçe Palast
  • Beylerbeyi Palast
  • Çırağan Palast
  • Ortaköy Moschee
  • Küçüksu Palast
  • Rumeli Festung
  • Anadolu Festung

Yalı-Häuser - Die Holzhäuser am Bosporus

Holzhäuser am Bosporus Yalı-Haus vom Ahmed Afif Paşa (1900-1910)

Die Holzhäuser am Bosporus gehören zu den schönsten Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Als Yalı, werden Sommervillen und Uferpaläste hoher Würdenträger bezeichnet, die in Holzbauweise vor allem am Ufer des Bosporus errichtet wurden. Sie haben typisch ein recht flaches, weit auskragendes Dach, sind von Gärten umgeben und besitzen gewöhnlich eine Bootsanlegestelle.

Yalıs wurden ausschließlich aus Holz gebaut. Nur das Fundament und die Kaimauern sind aus Stein. Die leichte, mehrgeschossige Holzkonstruktion hat den Vorteil, dass einerseits eine gewisse Widerstandsfähigkeit gegen Erdbeben und andererseits einen Schutz gegen die vom Bosporus eindringende Feuchtigkeit sicherstellt.

Yalıs hatten grundsätzlich hohe Räume mit mehreren Fenstern. Sie dienten als Sommerhäuser wohlhabender Osmanen, die oft auch einen Palast in der Stadt und einen weiteren Köşk (kleinere Holzvillen der Würdenträger) auf den Prinzeninseln besaßen.

Yali-Häuser stehen unter Denkmalschutz und werden immer noch von der obersten sozialen Schicht der türkischen Gesellschaft bewohnt. Einige alte Yalis wurden in letzten Jahrzehnten zu Luxushotels.

Der Dolmabahçe Palast

Dolmabahçe-Palast Bosporus Dolmabahçe Palast

Der Dolmabahçe Palast, ist eine der prachtvollsten historischen Sehenswürdigkeiten in Istanbul. Der Palast wurde in den Jahren 1843–1856 in einer Mischung der europäischen Kunststile errichtet, weil dem damaligen Sultan Abdülmecid der alte Topkapi-Palast viel zu altmodisch schien. Nach der Fertiggestellung, die Mitglieder des Hauses Sultan Abdülmecid und die Verwaltung des Reiches, siedelten sich zusammen mit Tausenden von Menschen in den modernen Dolmabahçe-Palast an.

Der nach den Plänen des Architekten Balyan gabaute Palast besteht aus drei Teilen. Vom Wasser aus gesehen, links ist der offizielle Takt, in der Mitte ist der hochgebaute Zeremoniensaal und rechts befindet sich der Harem (Frauengemächer) des Palastes. Die 285 Raume, 46 Säle beherbergen 280 Vasen, 156 Uhren, 58 kristallene Kerzenständer, sowie 36 Kronleuchter aus böhmischem, französischem und englischem Kristall.

Der Beylerbeyi Palast

Beylerbeyi-Palast Bosporus Beylerbeyi Palast

Der Beylerbeyi Palast zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der spätosmanischen Geschichte. Dieser am Grundpfeiler der Bosporusbrücke, auf der asiatischen Seite gelegene Beylerbeyi (Herzog) Palast zeigt ungefähr den identischen Baustil wie der Dolmabahçe Palast. Er wurde unter Sultan Abdülaziz, durch den Architekten Balyan in den Jahren 1861-1865 als eine Sommerresidenz errichtet.

In dem Serail befinden sich zwei Haupteile, nämlich "Harem" und "Selamlık" (Herrenabteilung). Der Palast hat 26 Zimmer und 6 Säle. Der von einem lieblichen Garten umgebene Palast hat reich verzierte Marmorfronten und die an beiden Spitzen des langen Kais gelegenen Marmor-Schlößchen wurden als Erholungspavillons errichtet.

Der Palast, in dem früher ausländische Könige und Königinnen beherbergt wurden, diente gelegentlich auch als Gästehaus der Sultane. Berühmte Gäste u. a. Kaiser Franz Josef von Österreich, die französische Kaiserin Eugénie (Gattin von Napoleon III.), Kaiserin Elisabeth, König Eduart VIII. von England, der König von Montenegro und Schah Mohammad Reza Pahlavi bewohnten diesen schönen Palast während ihrer Aufenthalte in Istanbul.

Der Çırağan Palast

Çırağan-Palast Bosporus Çırağan Palast

Der Çırağan Palast liegt direkt am europäischen Bosporusufer und gehört zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten Istanbuls. Er wurde 1863–1871 von Sultan Abdülaziz errichtet und wie seine zeitgenössischen Schlösser am Bosporus, war der monumentale Palast der Augenzeuge vieler politischen Ereignisse in der Untergangsperiode des osmanischen Reiches.

Ab dem 14. November 1909 diente der Palast zwei Monate lang als Parlament. 1910 brannte der große Palast völlig aus und existierte bis zu seiner Wiederherstellung als eine Ruine.

1987 wurde mit den Restaurationsarbeiten angefangen, um diese rauchgeschwärzte Mauerschale in ein 5-Sterne Hotel umzubauen. Eine japanische Investorengruppe hat die Arbeit übernommen und das abgebrannte Gebäude als Palasthotel der Kempinski-Hotelgruppe ausgebaut. Das restaurierte Palastgebäude wurde 1992 eröffnet und dient heute als Luxussuite für das 5-Sterne Kempinski Hotel zusammen mit zwei Restaurants.

Gemäß der herrschaftlichen Architektur, der unvergleichlichen Lage direkt am Bosporus und der erstklassigen Bedienung à la Kempinski, wurde das Palasthotel jedes Jahr weltweit mit Auszeichnungen honoriert.

Ortaköy Moschee

Ortaköy Moschee Bosporus Ortaköy Moschee

Die Ansicht auf die Ortaköy Moschee, im Vordergrund der Bosporus Brücke ist ein phänomenales Bild, das sich auf jeder Bosporus Fahrt von weitem zu genießen lässt. Das im Volksmund Ortaköy Camii (Ortaköy Moschee) genannte Gebetshaus heißt mit dem eigentlichen Namen Büyük Mecidiye Camii (Große Mecidiye Moschee) und befindet sich am malerischen Hafen von Ortaköy.

Diese zierliche Moschee wurde in den Jahren 1853 bis 1856 vom Architekten Nikogos Balyan im Auftrag von Sultan Abdülmecid I. errichtet und ist einer der beliebtesten Sehenswürdigkeiten von Bosporus.

Breite und hohe Fenster an den Fassaden ermöglichen die changierende Effekte der unterschiedlichen Lichtwinkeln des Bosporus in den Gebetssaal zu führen: Eine fabulöse Ausstrahlung und eine fantastische Idee für eine Moscheenarchitektur!

Der Küçüksu Palast - Das Jagtschloß des Sultans

Küçüksu Palast Bosporus Küçüksu Palast

Dieser luxuriöse Rokokopalast liegt am asiatischen Bosporusufer, in der gleichnamigen Ortschaft wo das eine der beiden "süsen Wasser" Asiens "Küçük Su" (Kleingewässer) in den Bosporus mündet.

Der Küçüksu Palast wurde durch sultan Abdülmecid im 1856 errichtet. Das Jagtschloß besteht aus zwei Stockwerken, je mit einem Saal in der Mitte und vier stilvoll eingerichteten Zimmer in den Ecken. Es gibt in diesem Palast kein einziges Bett, weil die Sultane nur für Ausflüge hierherkamen und noch am selben Tag zurückkehrten. Die Möbeleinrichtungen im Palast sind bis heute im originalen Zustand aufbewahrt.

Übrigens, von hier aus hat man einen tollen Blick auf Rumeli Festung, eine Burganlage am gegenüberliegenden Ufer des Bosporus.

Rumeli Hisarı - Rumeli Festung

Rumeli Festung Bosporus Rumeli Festung

Vor der Eroberung durch Osmanen (1453), wurde Konstantinopel durch Armeen verschiedener Völker mehrmals belagert. Dank der byzantinischen Stadtmauern konnten alle früheren Angriffe abgewehrt werden. Bei längeren Belagerungen konnten jedoch die Bedürfnisse der Stadt auf dem Seeweg durch den Bosporus gedeckt werden.

Bereits vor 9 Monaten vor der Eroberung Konstantinopels (1452), ließ Sultan Mehmet diese riesige Festung am europäischen Ufer, an der engsten Stelle des Bosporus zu bauen (Die Meerenge ist hier 664 m breit). Die Festung hatte die Aufgabe, im Zusammenspiel mit der gegenüberliegenden asiatischen Festung (Anadolu Hisarı) die Meerenge zu blockieren, damit das byzantinische Istanbul während der Belagerung von den genuesischen Stützpunkten über die Donau und das Schwarze Meer keine Unterstützung bekommen konnte.

Ein starkes Mauerwerk umschließt die ganze Festungsanlage an der sich 3 große und 13 kleinere Türme befinden, deren Mauerstärke bis zu 7 Meter beträgt. Die Gesamtfläche der Anlage umfasst 30.000 m² und ist in einer unglaublich kurzen Zeit von ca. 4 Monaten entstanden. Der ursprüngliche Name der Festung war zutreffend "Boğaz-kesen", das bedeutet "Abschneider der Meerenge, Halsabschneider".

"Boğaz" im Türkischen ist ein zweideutiges Wort: 1. Hals 2. Meerenge.

Anadolu Hisarı - Anatolische Festung

Anadolu Festung Bosporus Anatolische Festung

Diese kleine Festung liegt auf der asiatischen Uferseite des Bosporus, im gleichnamigen Fischerdorf "Anadolu Hisarı". Eine malerische Gegend von Istanbul mit denkmalgeschützten alten Holzhäusern und einem kleinen Hafen am zierlichen Fluss "Göksü" (Himmelsgewässer).

Sie wurde unter Sultan Beyazid I. Ende des 14. Jh. errichtet und war damals der erste osmanische Bau im unmittelbaren Umkreis Istanbuls. Das primäre Ziel war die Durchfahrten im Bosporus unter Kontrolle zu halten, sowie die Belagerung Konstantinopels vorzubereiten.

Die Anadolu Festung ist ein zentraler Bau in der Mitte mit einem großen Turm, der von einer inneren und äußeren Ringmauer umgeben wird. Sie ist von alten osmanischen Holzhäusern umgeben, die sich teilweise an die Mauer der Festung anlehnen.

Außerdem, die Bucht ist von Restaurants umgeben, die türkische Vorspeisen von Meeresfrüchten und jede Menge Fischspezialitäten anbieten.

Häufig gestellte Fragen

Was genau ist der Bosporus?

Der Bosporus ist eine Meerenge zwischen Europa und Asien. Mit einem der schönsten Panorama der Welt zwischen Meeren und Kontinenten, verbindet diese Wasserstraße das Schwarze Meer im Norden mit dem Marmarameer im Süden von Istanbul.

Istanbul Bosporus Satellitenbild Istanbul Bosporus - Satellitenaufnahme

Wie ist der Bosporus entstanden?

Der Bosporus ist vermutlich vor etwa 7500 Jahren entstanden. Davor sei das Schwarze Meer ein Binnengewässer gewesen. Die tektonische Bewegungen und Abschmelzen eiszeitlicher Gletscher führten jedoch dazu, dass das Mittelmeer über das Marmarameer und der Bosporus ins Schwarze Meer eingebrochen hat.

Er ist übrigens eine Wasserstraße ohnegleichen. Es gibt im Bosporus zwei entgegengesetzte Strömungen in unterschiedlichen Höhen. Auf der Oberfläche fließt das Wasser des Schwarzen Meeres -welches weniger Salz hat und daher leichter ist- nach Süden, ins Marmarameer; während in der Tiefe, das dichte und salzhaltige Wasser des Marmarameeres sich Richtung Schwarzes Meer bewegt.

Wie groß ist der Bosporus?

Der Bosporus hat eine Länge von ca. 31 Kilometern. Er ist an seiner engsten Stelle -bei der Rumeli Festung- 664 Meter und an seiner breitesten Stelle 3,3 Kilometer breit. Seine durchschnittliche Tiefe beträgt etwa 60 Meter wobei die tiefste Stelle sogar, bis zu 120 Meter reicht.

Was ist die Rinderfurt?

Rinderfuhrt die Legende von Bosporus Rinderfuhrt: Die Legende des Bosporus

Der Name "Bosporos" kommt aus dem Altgriechischen und bedeutet "Rinderfurt" oder "Furt der Kuh". Ähnlich wie der Name Oxford "Furt des Ochsen" oder z. B. wie Frankfurt aus den Teilen Frank- und -Furt zusammengesetzt ist. Bosporus wurde bereits in den antiken Sagen erwähnt und verdankt seinen Namen der alten Mythologie mit Io und Zeus. Zeus verliebte sich einst in Io, eine Priesterin der Hera und verführte sie…

Der Legende zufolge soll der Göttervater Zeus seine Geliebte Io -zum Schutz vor der Wut seiner Frau- in eine Kuh verwandelt haben. Die eifersüchtige Hera ließ sich von dieser Heuchelei jedoch nicht täuschen und schickte eine blutsaugende Bremse hinterher um Io zu bestrafen.

Io, die arme "Kuh", auf ihrer Flucht vor der Frau des Zeus, war nicht in der Lage die Bedrohung dieser Bremse loszuwerden. Da sie den Angriffen der Fliege nicht mehr widerstehen konnte, sie schüttelte den Kopf und schuf mit ihren Hornen tiefe Risse im Boden. Der eine von diesen Rissen war der "Bosporus" und der andere "Goldenes Horn".

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Meine private Istanbul Führung inklusive Bosporus Fahrt.