Istanbul Sehenswürdigkeiten am Goldenen Horn

Sehenswürdigkeiten in Istanbul

Istanbul Sehenswürdigkeiten am Goldenen Horn

Die Sehenswürdigkeiten am Goldenen Horn

Das Goldene Horn ist ohne Zweifel eine der interessantesten Sehenswürdigkeiten Istanbuls. Es ist zwar fast jedem Istanbul-Besucher bekannt, dass man eine Fahrt auf dem Bosporus unternehmen kann. Dass dies allerdings auf dem Goldenen Horn auch möglich ist, wissen aber nur die wenigsten.

Man entdeckt die schönsten Seiten Istanbuls bei einer Bootsfahrt auf dem Goldenen Horn. Denn beide Ufer und deren sanft ansteigende Hügel sind durch historischen Sehenswürdigkeiten der Alt- und Neustadt reichlich gegliedert. Außerdem, das ganze Viertel hat sehr viel Atmosphäre und zeigt Eigentümlichkeiten, die sonst kein anderer Stadtteil aufweist.

Übrigens, die Altstadt Istanbul wurde wie Rom auf sieben Hügeln erbaut. Sechs von diesen sieben Hügeln, jeweils mit Moscheen namhafter Architekten gekennzeichnet, kann man nur bei einer Bootsfahrt auf dem Goldenen Horn entdecken.

Istanbul Goldenes Horn Goldenes Horn Istanbul

Zu den Sehenswürdigkeiten am Goldenen Horn gehören alte Orte wo Juden neben Christen lebten, wunderschöne orthodoxe Kirchen und Moscheen der osmanischen Architektur.

Fener und Balat

Fener und Balat

Die Häuser sind in beliebigen fröhlichen Farben gestrichen, die Wäsche trocknet auf den Wäscheleinen zwischen den Fenstern, Kinder spielen auf den Straßen und die Spuren orthodoxer, jüdischer und armenischer Gemeinden sind immer noch vorhanden.

Die Gotteshäuser der verschiedenen Religionen, die kleinen Geschäfte, Handwerker, Galerien und trendigen Cafés verleihen dieser Gegend einen außergewöhnlichen Charme, der einem Besucher auf sehr eindrucksvolle Art verdeutlicht, eine neue Seite von Istanbul zu entdecken.

Fener und Balat sind sicherlich diejenigen Stadtteile mit der reichsten Geschichte in Istanbul. Obwohl diese beiden geschichtlich bedeutsamen Stadtteile auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes stehen, werden sie von Touristen immer noch selten besucht... Weiter lesen: Istanbul Sehenswürdigkeiten Fener und Balat

Eyüp: Das „heiligste Viertel“ Istanbuls

Eyüp Eyüp

Eyüp, die oberhalb am Goldenen Horn gelegene Außensiedlung Istanbuls, ist ein malerisches und romantisches Ausflugsziel. Auf zwei Seiten von höheren Hügeln umschlossen auf denen Zypressen und turbanbedeckte Grabsteine ragen, ist Eyüp ein Ort der Abgeschiedenheit und eine Stätte frommer Beschaulichkeit.

Durch die Jahrhunderte befanden sich in den reizvollen Wiesen Eyüps kaiserliche Gärten und Lustschlösschen. Auch zogen die Istanbuler hier hinaus für Picknicks an beschatteten Quellen.

Muslime aus aller Welt pilgern nach Eyüp. Der Stadtteil ist benannt nach Eyüp Ensari, dem sagenhaften Bannerträger und einer der Gefährten des Propheten Mohammed. Für viele Türken kommt ein Besuch dieser heiligen Stätte gleich vor einer Pilgerreise nach Mekka und Medina. An religiösen Feiertagen herrscht hier ein Gewimmel wie auf einer Bienenwabe. Weiter lesen: Istanbul Sehenswürdigkeiten Eyüp

Häufig gestellte Fragen über das Goldene Horn

Was genau ist das Goldene Horn?

Das Goldene Horn liegt auf dem europäischen Teil des Bosporus, kurz vor dessen Mündung in das Marmarameer. Dieser Meeresarm ist eigentlich nichts anderes als die Mündung der zwei verschiedenen Flüsse in den Bosporus. Die ins Goldene Horn mündenden Wasserläufe von Kağıthane und Alibey sind heute kaum mehr zu erkennen.

Als ein Seitenarm des Bosporus, trennt dieser Meeresarm, die europäische Seite Istanbuls auf zwei Stadtteile: Das alte Istanbul, in dem die ersten Ansiedlungen zu Zeiten der Byzantiner entstanden und der relativ neuere Teil der Stadt namens Galata oder Pera.

Da es vor Nord- und Südwinden gleichermaßen durch die Hügel der Stadt geschützt ist, kennt man hier kaum Strömungen und Wellen.

Istanbul das Goldene Horn Satellitenbild Istanbul und das Goldene Horn

Wie groß ist das Goldene Horn?

Die Gesamtlänge des Goldenen Horn beträgt rund 8 km. Es ist durchschnittlich 40 m. tief. An seiner Mündung erreicht die Tiefe bis 60 m und die Breite bis 700 m.

Woher kommt der Name Goldenes Horn?

Die Legende des Goldenen Horn Die Legende des Goldenen Horn

Seit der Gründung Istanbuls heißt diese Bucht wegen seiner hornähnlichen Form und der goldenen Farbe an seinem Wasserspiegel bei den Sonnenuntergängen Goldenes Horn. „Haliç“, der türkischer Name Goldenes Horn bedeutet einfach „Mündung“.

Die mythologische Geschichte des Goldenen Horn hängt mit der Legende des Bosporus zusammen. Der Sage nach beginnt die Geschichte mit der verbotenen Liebe zwischen Io (eine Priesterin der Hera) und Zeus.

Zeus verwandelte seine Geliebte Io in eine Kuh, um sich vor dem Zorn seiner Frau Hera zu schützen. Die eifersüchtige Hera ließ sich aber von dieser Schwindelei nicht täuschen und schickte eine blutsaugende Pferdebremse hinterher um sich an Io zu rächen.

Die arme „Kuh“ Io, auf ihrer Flucht vor der zornigen Hera, konnte die Angriffe dieser Pferdebremse nicht loswerden. Da wo sie den Attacken der Fliege nicht mehr überstehen konnte, schüttelte sie den Kopf und schuf mit ihren Hörnern tiefe Risse im Boden. Durch einen dieser Risse ist „Das Goldene Horn“ entstanden.

Aus dieser spektakulären Liebesbeziehung mit Zeus, brachte später die Io am Ufer des Goldenen Horns eine Tochter namens Keroessa (Die Gehörnte) zur Welt. Keroessa heiratete Poseidon, den Meeresgott der alten Griechen und brachte einen Sohn namens Byzas, -den legendären Gründer der Byzantion- zur Welt.

Das Goldene Horn in der Geschichte

Das Goldene Horn in der Geschichte Das Goldene Horn in der Geschichte. Jean-Baptiste Hilair, 1789

Das Goldene Horn in der byzantinischen Zeit

Das Goldene Horn, als natürlicher und äußerst sicherer Hafen, hat eine wichtige Rolle bei der Entwicklung Konstantinopels gespielt und war oft Gegenstand von Angriffen.

Da die Einfahrt wegen Verteidigung der Küstenlinie gegen feindliche Schiffe mit einer starken Eisenkette gesperrt war, wurde die Stadt von den Angriffen vom Meer jederzeit gut geschützt. Weil es da keine Gezeiten und Strömungen gab, hatte das Byzantinische Reich sein Marinehauptquartier in dieser 8 km langen Bosporus Bucht.

Um die Stadt Konstantinopel vor Seeangriffen zu schützen, wurden zwei Sicherheitsmaßnahmen getroffen.

Die erste und vom Weiten erkennbare Maßnahme war der Bau von Mauern entlang der Küstenlinie.

Die zweite Sicherheitsmaßnahme bestand jedoch darin, eine riesige Eisenkette von Konstantinopel zum Fuße des Hügels von alten Galata zu ziehen und so zu verhindern, dass unerwünschte Schiffe in das Goldene Horn eindrangen.

Das Goldene Horn war auch einer der wichtigsten Handelshäfen des ganzen Mittelmeerraumes und gleichzeitig wie Amalfi, Pisa, Genua und Venedig ein wichtiges Handelsgebiet während der byzantinischen Zeit. Schon in der frühbyzantinischen Zeit Konstantinopels ließen sich hier die italienische Kaufleute aus o.g. Städten nieder und gründeten ihre Handelskolonien.

Das Goldene Horn in der osmanischen Zeit

In der osmanischen Zeit, durch die Jahrhunderte hindurch befanden sich an seinen Ufern hübsche Lustschlösser mit großen gepflegten Gärten. Es war ein sehr beliebter Ausflugsort für die Istanbuler, wo sie an sonnigen Tagen an schattenspendenden Stellen angenehme Zeit verbringen konnten.


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